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Fettabsaugung (Liposuktion)

Die Fettabsaugung ist die am häufigsten durchgeführte Operation im Bereich der plastischen Chirurgie in den letzten Jahren.

Abgesaugt werden kann im Prinzip jede Körperregion, am häufigsten sind es: Bauch, Hüfte, Oberschenkel („Reiterhose“), Taille, Knie und Kinn.

In vielen Fällen zieht sich überschüssige Haut nach der Absaugung zurück. Da, wo dies nicht geschieht, können Hautüberschüsse entstehen, die sich chirurgisch korrigieren lassen.

Für wen ist die Liposuktion geeignet?
Die Fettabsaugung ist niemals ein Diätersatz, sondern dient zur Korrektur von Verteilungsstörungen im Bereich des Körperfettes. Solche Störungen entstehen aufgrund hormoneller Veränderungen oder können durch so genannte Ödeme verursacht werden. Diäten oder sportliche Betätigung bewirken hier keine Veränderungen.

Bei der so genannten Dystrophie, die sich durch deutliche Unterschiede in der Konfektionsgröße für Oberkörper und Beine zeigt, kann nur die gezielte Entfernung der Fettgewebsmasse das Problem endgültig beseitigen.

 

Operationsverfahren und Narkose:

In vielen Fällen kann eine Liposuktion unter örtlicher Betäubung in Betracht gezogen werden. Größere Areale oder Kombinationen mehrerer Bereiche werden in Einzelfällen in Vollnarkose durchgeführt.

Bei der Fettabsaugung wird die so genannte Tumeszens-Flüssigkeit ins Fettgewebe eingespritzt. Diese ist standardisiert und dient dazu, das Fettgewebe absaugbar zu machen. Zur Schmerzdämpfung ist der Lösung ein Lokalanästhetikum und zur Blutungsminderung Adrenalin beigemischt. Mittels einer nur 3 mm dicken Kanüle wird dann das störende Fett gezielt unter ständiger Kontrolle des Hautbildes abgesaugt. Bei der Frage, welches Ergebnis erzielt werden kann, halten wir die Angabe der Reduzierung der Konfektionsgröße für aussagekräftiger als die Angabe der abgesaugten Menge in Litern. Bei gleich bleibendem Körpergewicht gilt eine Reduktion von 1 bis 2 Kleidergrößen durch eine Fettabsaugung als realistisch.

Nachsorge:

Postoperativ muss ein spezielles Kompressionsmieder über 6 Wochen getragen werden. Wichtig für die Nachbehandlung sind regelmäßige Bindegewebsmassagen im Sinne einer Lymphdrainage, um Schwellungen und Abfallprodukte möglichst rasch zu abzutransportieren und damit für ein besseres Hautbild zu sorgen. In der Regel findet diese Spezialmassage für unsere Patienten zweimal wöchentlich über einen Gesamtzeitraum von fünf Wochen statt. Im Anschluss an eine Operation müssen Patienten für einen Zeitraum von 4 bis 6 Wochen eine fettarme Diät einhalten, da der Körper grundsätzlich versucht, den Energieverlust auszugleichen und in den verbliebenen Fettzellen zu speichern. Nach diesem Zeitraum hat der Körper sich an die neue Situation gewöhnt und der Stoffwechsel stabilisiert sich, so dass eine normale Ernährung wieder möglich ist.
Auch nach einer Fettabsaugung sollten Patienten unbedingt Wert auf gesunde Ernährung sowie sportliche Aktivitäten legen. Dazu dient u.a. unsere Ernährungsberatung.


Wichtiges in Kürze zur Fettabsaugung (Liposuktion):

Op-Dauer: 4 bis 5 Stunden
Operation in örtlicher Betäubung, in Einzelfällen unter Vollnarkose
Tragen eines Spezialmieders für 6 Wochen